Sonntag, 1. März 2015

Achtung - Überlänge!



28.02.15
Life is good!
Es ist Samstag, ich wurde heute spontan zur Geburtstagsparty für Alex‘ (einer der Inder) kleinen (2-jährigen) Sohn eingeladen – in Abwesenheit des Sohnes (der nämlich mit seiner Mutter in Indien ist). Alex wollte aber dennoch gerne feiern und so haben wir uns bei den beiden indischen Schwestern (ja, genau, es sind inzwischen 2!) – zusammen mit 6 MC-Sisters (Mutter Theresa-Schwestern) und eben Alex zum Mittagessen getroffen. Währenddessen hat die gute Emma (ich „gönne“ mir nämlich seit kurzem jetzt auch eine Putzhilfe – für umgerechnet ca. 1,20 Euro/ Stunde…) bei mir geputzt.
Nun sitze ich vor meiner kleinen Wohnung, es regnet (noch?) nicht und genieße einen Cappucchino (!) -… na gut, einen Auflös-Cappucchino, ABER IMMERHIN!!!
Außerdem habe ich eine neue Kamera (die mir Ken, der Pilot, den ich bei meiner Ankunft in Moresby kennengelernt habe, aus Kalifornien mitgebracht hat – ich habe sie natürlich bezahlt) und finde, dass es mir richtig gut geht! Diese neue Kamera habe ich online bestellt, und überall war sie als SCHWARZ beschrieben – geliefert wurde sie WEIß… - das ist wohl so ziemlich die letzte Farbe, die ich herausgesucht hätte, aber zurückschicken kann ich sie ohnehin nicht (aus PNG ;-)  ). Nun ja, ich habe reklamiert und muss sagen, dass die Firma sehr nett war, nun habe ich einen Rabatt bekommen und habe ein wirkliches Schnäppchen gemacht! (…aber die Kamera bleibt halt weiß ;-) … - vielleicht sollte ich sie nach und nach noch mit Herzchen und ähnlichem verzieren, dann ist sie wirklich einzigartig ;-)  ).

Gestern war hier die Einweihung der neuen Sendeantenne für Radio Maria und einen Tag zuvor war das erste Treffen des neuen „Communication Team“s (dem ich auch angehöre). Die Leute hier in der Gegend (theoretische Reichweite = 100 km, allerdings ohne Berge…) können nun also Radio Maria empfangen, und um das zu feiern, wurde zur Einweihung eine LIVE-Schaltung nach Mendi gemacht :-) – über das Smartphone von Bischof Donald. Das war wirklich nett!
Segnung von Satellitenschüssel etc.

Bischof - "live on air" - via Smartphone!

Ansonsten habe ich noch zwei weitere Tage mit Großputz im Büro, bzw. im angrenzenden Bookshop verbracht (und habe manche Leute zum Staunen gebracht, was man so alles putzen kann… ;-) ). Dieser Bookshop wurde jetzt jahrelang vernachlässigt und enthält zwar allerlei alten „Kruschd“, aber doch auch so manche netten Dinge, die nun ab demnächst auch wieder verkauft werden (sobald ich noch ein paar Preise herausgefunden ODER ERfunden habe ;-)  ).


Ich „schulde“ Euch noch:
Teil 2 meiner Reise nach Kwanga (Middle Ramu) und Madang…

Zunächst: die Bilder zu Teil 1 folgen noch, aber zumindest zwei Bilder vom Begräbnis von Fr. Colman will ich nachtragen
 
Beerdigung von Fr. Colman

Die Diözesanpriester tragen den Sarg zum Grab



Am 07.02. sind wir nachmittags aufgebrochen nach Annaberg (!), das tatsächlich auf einem kleinen Berg liegt und ursprünglich von deutschen Missionaren gegründet wurde. Im Vergleich zu Kwanga der pure Luxus! ;-) – ein schönes, großes Haus und eine eher europäisch anmutende Kirche (St. Anna natürlich :-) ). 
St. Anna in Annaberg

Wir wurden mit wunderbar duftenden Blumenkränzen empfangen

Spannend war, dass in der Gegend um Annaberg zur Zeit zwei Clans miteinander kämpfen und in den letzten Wochen zwei Menschen bei diesen Kämpfen ums Leben kamen (je einer pro Clan). Vom Fluss aus kann man die Orte sehen, wo Häuser abgebrannt wurden – irgendwie bedrückend. An unserem zweiten Abend in Annaberg bin ich mit Fr. Daniel (der auch in Annaberg und den dazugehörigen Outstations aushilft, weil es dort z. Zt. keinen Priester gibt) und noch ein paar Leuten zu den beiden Clans gefahren (also nacheinander). SEHR interessante Erfahrung… - je ein Mann, der das Sagen hat und dann viele jüngere Männer (jeweils), die sich alle versammelt haben. Fr. Daniel kam, um klarzustellen, dass diese Kämpfe/ dieses Problem dort am Ort bleiben sollen und auf keinen Fall bis nach Annaberg (oder weiter – womöglich bis nach Madang) kommen, oder die sichere Passage des Ramu Rivers beeinträchtigen dürfen. Der erste Clan wurde von einem etwas älteren Mann „geführt“ und die Stimmung dort war recht verständnisvoll. Alle stimmten zu, dass bereits genug Probleme und Leid vorhanden waren und dass es – nach einer gewissen Zeit – auch gut wäre, z.B. unter Vermittlung von Fr. Daniel, Lösungsmöglichkeiten für den zukünftigen Umgang miteinander zu finden. Beim zweiten Clan war die Stimmung gänzlich anders: hier war der „Anführer“ vielleicht ein wenig älter als ich und vor allem gebildet. Er sprach von sich aus Englisch (nicht meinetwegen) – eine absolute Seltenheit dort – und ich habe später herausbekommen, dass er ein paar Semester im Priesterseminar war. Er beklagte sich (vermutlich zu Recht) über die Unzulänglichkeiten bei der Polizei, die helfen sollte den Fall zu klären; problematisch fand ich an ihm, dass er es viel zu gut verstand, sich mit Worten auszudrücken und „seine“ Jungs aufzuwiegeln (auch, wenn er SAGTE, dass seine Jungs sich zurückhalten würden). Die Stimmung dort war sehr viel negativer und bedrückender.
Nun weiß ich natürlich überhaupt nichts über den ganzen Kampf dort und kann auch nicht beurteilen, welcher Clan wohl eher im Recht ist, etc., aber mir wurde allein durch die unterschiedlichen Stimmungen zum ersten Mal klar, wie schwer es „in echt“ sein kann, Frieden zu schaffen….
…und dies ist – im Vergleich – wohl „nur“ ein „kleiner“ Krisenherd…
Orate!

Interessant für mich in Annaberg war auch, dass ich zum ersten Mal real gesehen habe, dass der zweite Weltkrieg eben nicht nur in Europa (und Nordafrika…) stattgefunden hat… (ich weiß, dass ich das GANZ KURZ einmal in Geschichte gelernt habe, vermute aber, dass man –aus gegebenen Gründen – in Deutschland wohl doch eher Ereignisse mit deutscher Beteiligung lehrt). In Annaberg gibt es nämlich eine kleine Höhle (die früher etwas größer war), die als Versteck für japanische Soldaten im zweiten Weltkrieg diente. Eine kleine abenteuerliche Kletterpartie und dann der Einstieg durch ein kleines Loch – und dann waren wir in der Höhle. Sehr nett: die Kinder, die dort drumherum wohnen, haben den Einstieg extra für uns geschmückt!
 
Geschmückt: der Höhleneingang - rechts daneben der Ausgang - SEHR eng und steil!

IN der Höhle

Nach zwei Nächten in Annaberg haben wir uns dann auf den Weg nach Madang gemacht – mit einem Zwischenstopp in Atemble. Dies war der Ort am Ramu River, an dem die allerersten (deutschen) Missionare sich niedergelassen haben. Die ursprüngliche Kirche wurde zwischenzeitlich an einen etwas anderen Ort verlegt (warum, weiß ich nicht). Der Empfang dort war wirklich besonders nett und auch der Gottesdienst, den wir dort feierten, war sehr nett – eine kleine, aber feine Gottesdienstgemeinde und eine Freude, dass wir da waren. 
In Atemble - Empfang mit wunderschönem Blumenkranz

Gegen mittags machten wir uns auf den Weg flussaufwärts (stellenweise hatte ich wirklich das Gefühl, in einer „National Geographic“- Dokumentation zu sein: wir fuhren durch „echten“, beinahe unberührten tropischen Regenwald! Auf meine Bitte hin haben wir eine kurze „Pinkelpause“ an einer Stelle gemacht, wo wir tatsächlich aus dem Boot aussteigen konnten – das war schon ziemlich beeindruckend – wirklich wie im Lehrbuch – die verschiedenen Ebenen des Waldes, die ganze Geräuschkulisse, die Bäume, Gewächse, etc.! Wunderbar!) und wir schafften es tatsächlich abends am Base Camp des Ramu River anzukommen!!!
Dort war dann zunächst nicht klar, ob uns ein Auto aus Madang abholen kommt, oder nicht (weitere 2,5 Stunden Fahrt) und ich hatte – zum ersten Mal auf dieser Reise – eine kleine Krise, denn es stand für mich außer Frage, dass ich NIE WIEDER in diesem Haus übernachten würde… - ich stieß auf einiges Unverständnis „aber draußen ist es nicht sicher“ (naja, DRINNEN AUCH NICHT!!!), oder „mach Dir keine Sorgen“ (MACHTE ICH MIR ABER!!!) oder: „vertrau uns, wir wissen, was wir machen“ (NEIN, EBEN NICHT!!! Ihr habt KEINE AHNUNG, wie dieses Haus in die Luft gehen könnte),… etc. 
Das Base Camp des Ramu River - hier "nächtigen" Menschen UND Benzinfässer...

"mein" "Zimmer" letztes Mal (beachte: der "ebene" Boden...!)

Die Buschtoilette!!!

ABER: alles wurde gut, Fr. Samuel kam und holte uns ab – und brachte uns direkt in’s „Headquater“ der Diözese (ääähm, ERZDiözese) Madang, wo ich dann in einem wirklich sehr bequemen Bett beruhigt und tief schlief!!!

…und dann folgten zwei Tage Madang – und das war schon beinahe ein Kulturschock! :-)
Alleine die Läden, die es dort gibt … (also im Vergleich zu Mendi)… da kann man ja beinahe ALLES kaufen (wenn auch einiges gute chinesische Markenware ist…).
weitere Highlights:
- Mangos!!! Leckere, echte, frische Mangos!!!
- das Meer!!! Ich war am Meer!!! Sogar IM Meer!!! Schwimmend!!! :-)
DAS MEEEEEEEER!!!!!!!!!

- ich habe echte „Wantoks“ getroffen: Steyler Missionsschwestern, von denen eine sogar aus Laupheim kommt! …diese Schwester ist nun 80 und fährt nicht mehr zurück nach Deutschland (und hofft, dass sie gesund genug bleibt, um bis an ihr Lebensende in PNG zu bleiben, um dann dort auf dem Missionsfriedhof beigesetzt zu werden) und hat sich deshalb besonders über Grüße aus der alten Heimat gefreut! Ich habe ihr versprochen, ihre Grüße zurück nach Deutschland zu schicken!
- wieder mit „westlich zivilisierten“ Menschen sprechen zu können … - das tat tatsächlich sehr gut!
- Treffen mit Erzbischof Steven und dem Bischof emeritus William (der ebenfalls eine interessante Lebensgeschichte hat – er wurde im heutigen Polen geboren – als katholischer Deutscher und musste dann polnisch lernen etc.)
- Wiedersehen mit einigen der Kapuziner, die ich bereits in Mendi oder in Moresby getroffen habe
- …
SEHR NETT!

…und dann folgte noch die aufregende Heimfahrt…
Wir (das heißt, die Jungs) hatten es geschafft, einen PMV zu ergattern, der vorwiegend mit Buai (Betelnuss) beladen war (der Vorteil: PMV ist zwar überladen, aber dafür sind nicht so viele Menschen an Bord und man hat ein bisschen mehr Platz, es ist etwas leiser und i.d.R. auch nicht so geruchsintensiv). Wir fuhren um ca. halb zwei (nachmittags) los und kamen am nächsten Morgen um ca. 6.30 Uhr (morgens) in Hagen an; dort mussten wir dann ein weiteres PMV nehmen und waren weitere 4 Stunden später in Mendi. Ziemlich anstrengend – und ich war sehr froh, dass ich nicht alleine unterwegs war! Die Frauen, die mit uns im PMV waren, haben mich zwar „adoptiert“ („wir sind doch jetzt eine Art Familie, solange wir zusammen unterwegs sind“) – was heißt, dass sie mich immer für die „Pinkelpausen“ unter ihre Fittiche genommen haben, aber insgesamt wäre es alleine wohl auch nicht immer so ganz sicher gewesen.
Interessant an dieser Fahrt: bevor wir auf den „Main Highway“ fuhren, hielt unser Fahrer den Wagen an, schaltete den Motor aus und forderte uns alle auf, mit ihm zusammen für eine sichere Fahrt zu beten. Ich habe keine Ahnung, welcher Kirche er angehörte, aber ich war etwas überrascht! Positiv war dann auch, dass er – im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern – eben selbst nicht rauchte, nicht trank und auch kein Buai kaute – und uns sehr überlegt und sicher an’s Ziel brachte! Ich habe mich dann auch sehr herzlich bei ihm dafür bedankt!
An zwei Stellen war die Weiterfahrt zunächst nicht möglich: 
Main Highway

bei der ersten Stelle hatten die ausgiebigen Regenfälle der letzten Tage dafür gesorgt, dass die halbe Straße teilweise einen halben Meter unter Wasser stand, was bedeutete, dass wir (und die meisten anderen Fahrzeuge) nicht ohne weiteres weiterfahren konnten. Nun hatten sich dort findige Jungs der Umgebung versammelt, die anboten – gegen ein Entgelt („Compensation“ – hier ist ALLES Compensation….) die Fahrzeuge durch das Wasser zu schieben (was bedeutete, dass die Insassen selbst durchlaufen mussten). Doch – unsere Rettung nahte: ein großer LKW bot sich an, uns durch’s Wasser zu ziehen!!! Super, damit mussten wir nicht aussteigen! ABER: wir hatten die Rechnung ohne die Jungs gemacht – die wollten nicht zulassen, dass der LKW uns durchzog, denn dann konnten sie an uns ja nichts verdienen (man muss vielleicht dazu sagen, dass da außer uns mal noch locker 20 andere Fahrzeuge standen, die alle nicht weiterkamen…). Hier zeigte sich dann die Umsicht des Fahrers: ihm war klar, dass dies unsere schnellste und bequemste Möglichkeit sein würde, durchzukommen, und dass wir dadurch erheblich Zeit gewissen würden und er versprach den Jungs, ihnen etwas Geld zu geben (ca. ein Drittel dessen, was sie normal forderten – ca. 4 Euro), und er gab auch dem LKW-Fahrer Geld (keine Ahnung, wie viel). Ergebnis: wir waren – im Vergleich zu anderen – ziemlich schnell und problemlos weiter! (…wir hatten aber auch alle 10 Euro mehr für die Fahrt gezahlt, als sie „normal“ kosten würde…!)
Hier ging's nicht weiter - der LKW zog uns -> vorne schieben die Jungs ein anderes Fahrzeug

Das zweite Hindernis war ein „Road Block“… - hier hatte es wohl kurz zuvor einen Erdrutsch gegeben und die Leute, die in der Nähe wohnten, hatten die Straße wieder freigelegt und forderten nun von jedem Fahrzeug, das passieren wollte, Geld (keine Ahnung, wie viel, i.d.R. ist das aber recht viel Geld). Da es keine andere Möglichkeit gibt, zu fahren, zahlt man dann halt. Besonders bemerkenswert fand ich, dass wir von einem Polizeiauto zu dieser Stelle hin eskortiert wurden. In unserem Land würden wir erwarten, dass die Polizei diesem Treiben augenblicklich ein Ende macht… - hier ist es vermutlich so, dass die Polizei selbst an diesen Road Blocks mitverdient… - also nicht „die“ Polizei, sondern die einzelnen Polizisten…
Da es ohnehin dunkel war, habe ich mich in meinen Schal gewickelt und mein Gesicht nicht gezeigt – ich war mir nicht sicher, ob die Tatsache, dass eine „weiße Frau“ an Bord war, den Preis der Passage womöglich in die Höhe getrieben hätte…
Eine PMV-Fahrt, die ist lustig... - mit dem PMV von Hagen nach Mendi - FAST schon am Ziel!

PMV-Stop in Hagen, morgens 7 Uhr.

Der Rest der Reise ist EIGENTLICH ja auch eine Erzählung wert (wie so ziemlich alles hier), aber ich habe schon viel zu viel geschrieben!

Deshalb:
Bis nächstes Mal!!!

Montag, 23. Februar 2015

Analoges Bloggen

So, die "analogen" Eintraege sind gescannt, das ist Teil 1 meiner Reise an den Ramu River... - Teil 2 folgt dann wieder getippt.
...





Ich habe mich sehr bemueht, lesbar und SCHOEN zu schreiben :-)

Donnerstag, 19. Februar 2015

Der Alltag kehrt ein



20.02.15
Damit ich mich nochmal vor dem Wochenende melde… (über’s Wochenende werde ich mich dann endlich hinsetzen und ein wenig berichten von den Dingen, die in den letzten Wochen geschehen sind!)
Diese Woche war meine erste ganze Arbeitswoche im Main Office! Viiiiiel Arbeit - naja, sagen wir mal, einfach viel zu strukturieren, organisieren etc. und zusätzlich noch der „normale“ Betrieb. Von BWL etc. habe ich ja nicht wirklich viel Ahnung (;-) wie einige von Euch wissen ;-)  ), aber immerhin habe ich im Gegensatz zu den Allermeisten hier eine Vorstellung davon, wie manche Prozesse ablaufen SOLLTEN ;-) – und so arbeite ich mich dann fleißig ein in Accounting-Programme und erstelle allerlei Excel-Tabellen für die Buchhaltung etc. Ich freue mich über diese Möglichkeit, sehe aber gleichzeitig, dass das nicht unbedingt ein Job ist, der dafür ausgelegt ist, dass man sich bei allen beliebt macht. Naja. wir werden sehen!

Das Kurzupdate der letzten Wochen:
am 24. Januar (also praktisch vor 4 Wochen) war hier die Priesterweihe von Elias. Ich habe fleißig Fotos gemacht und wollte eigentlich auch schön darüber bloggen, doch Bishop Don hat das schon so schön gemacht und deshalb verweise ich einfach auf seinen Blog (HIER klicken ;-) - die Bilder sind von mir!). Falls zu viele „Beschwerden“ kommen, dass das Englisch nicht verstanden wird, dann setze ich auf meine „To-Do-List“, dass ich doch noch darüber berichte.

Vom 27.01. (3 Uhr morgens) bis 13.02. war ich unterwegs mit dem nun-Neupriester Elias nach Kwanga, das liegt am Ramu River in der Provinz Madang. Die Reise war laaaaaang und teils auch etwas abenteuerlich – die ersten Tage habe ich „analog gebloggt“, das werde ich am Wochenende einscannen und hoffe, dass es lesbar ist. Die fehlenden Tage/ Ereignisse werde ich dann noch hinzufügen.

Am Sonntag, 15.02. war die Graduation der Schüler der CHW-School (Community Health Worker) mit einer großen Messe hier in der Kathedrale – ich durfte Bilder machen mit der Kamera, die ein Priester aus Amerika für ein paar Wochen hiergelassen hat (eine Nikon DSLR). Am gleichen Tag verstarb einer der „local priests“ hier – Fr. Colman.
Die Beerdigung war dann am Dienstag, 17.02. und auch hier durfte ich wieder Bilder machen. Der Umgang mit dem Tod ist hier ganz anders als bei uns, doch auch davon demnächst mehr.

Und ansonsten ist hier nun wohl wirklich Regenzeit – es scheint öfter zu regnen, als im November/ Dezember und vor allem wird es deutlich später hell (wenn ich um 6 Uhr aus dem Haus gehe, fängt es nun gerade erst an zu dämmern, so dass ich mit der Taschenlampe losgehe), dafür ist es nun abends länger hell (statt um kurz nach 18 Uhr ist es nun erst um 19 Uhr dunkel). Interessant.
Naja, während der Wochen in der Provinz Madang hatte ich dann endlich einmal wirklich tropisches Wetter und habe NICHT gefroren! Obwohl ich geschwitzt habe, habe ich das sehr genossen (zwischen 25 und 30 Grad morgens beim Aufstehen, dann ca. 35 Grad tagsüber – hohe Luftfeuchtigkeit!), im Gegenzug hätte ich aber wirklich gut auf die Moskitos verzichten können (die anscheinend immer nur mich gestochen haben – vermutlich nach dem Motto „Frischhhhhhhfleischhhhhhhhhhhhhhhh“ – oder so ;-)  ).
So: zurück an die Arbeit!
Ein wunderschönes Wochenende und einen guten Start in die Fastenzeit!

Montag, 16. Februar 2015

Zurück in der Zivilisation (!) - MIT Internet ;-)



Auf die Schnelle: es geht mir gut! Ich bin zurück aus „Middle Ramu“ und Madang (bereits seit Freitag) – und seit heute Morgen funktioniert auch das Internet wieder in Mendi…(nicht nur hier, auch in anderen Provinzen des Landes ;-)  )! Ich melde mich BALD mit Berichten von meiner Reise etc.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Ganz kurzes update

...weil ich nicht weiß, ob ich's Samstag oder Sonntag schaffen werde, online zu gehen:

1. Nach dem Gespräch mit dem Bischof steht fest: ich bleibe in Mendi - das Büro hier (der Diözese) ist momentan nicht besetzt, da eine Schwester einfach auf eine andere Stelle gesetzt wurde und die andere (schwerer) erkrankt ist. Ich freue mich! (Das beinhaltete gestern und heute erst mal eine großflächige Ausmist- und Reinigungsoption.... - puh, hier wurden Dinge der letzten 30 Jahre gelagert... - und die Frau, die hier putzen SOLLTE hat das auch schon ewig nicht mehr gemacht. - Heute sieht's schon soooo viel besser aus - jetzt kann ich anfangen, neu zu strukturieren ;-)  ).
Nichtsdestotrotz werde ich auch ein paarmal (für ein paar Tage) nach Tari reisen, um an der dortigen Secondary School zumindest die ganzen Experimente zum Laufen zu bringen und die Bedienung der Instrumente etc. den anderen Lehrern beibringen.
2. Morgen ist Priesterweihe von Elias (der, mit dem ich auch im Oktober unterwegs war) - heute gab es deshalb schon großes Singsing.
3. Elias hat mich eingeladen, zusammen mit seiner "Line" - also seiner Familie/Freunden/... am Montag nach Madang zu reisen, wo es Feierlichkeiten anlässlich seiner Primiz geben wird (die eigentliche Primiz ist am Sonntag in Margarima) - oh, Primiz = erste Messe, die der neugeweihte Priester feiern wird. Elias' Familie kommt aber nicht direkt aus Madang, sondern von dort nochmals eine knappe Tagesreise mit Booten den Fluss hinauf. Ich habe mir erst eine Weile überlegt, ob mir das zu anstrengend wird (denn allein die Reise nach Madang über diese Straßen ist keine große Freude), andererseits sind uns aber der Bischof (dessen Sorge auch eher war, dass mir das zu anstrengend wird... - aber ich glaube, so schwach bin ich nicht ;-)  ) und ich einig, dass das eine einmalige Chance ist, die sonst nicht viele "Weiße" bekommen - und so habe ich zugesagt und werde ab Montag für 7-10 Tage unterwegs sein und nicht posten. Say a prayer for safe travels!

And: that's all for today!

Montag, 19. Januar 2015

Bek gen!


Moning, olgeta! 
(19.01.2015)

Ich bin zurück – in PNG und zurück auch in Mendi!
Im Gegensatz zur letzten Hin- und Rückreise war diese Hinreise wirklich eher anstrengend. Der Flug von Frankfurt nach Singapur war VOLL – ich hatte einen Fensterplatz und neben mir saßen zwei Leute. Irgendetwas hatte mit dem „nut-free-meal“ nicht funktioniert und so wurde mir zunächst berichtet, dass keines für mich da sei und dass ich mir dafür aus den anderen drei Gerichten eines heraussuchen dürfte… - ist ja ganz nett, aber woher soll ich denn wissen, in welchem vielleicht mit Erdnuss-Öl gekocht wurde?!?!?!?? (Ach so, zur Erklärung: ich bin hochgradig allergisch gegen Erdnüsse – und alle Erdnussprodukte) Die Flugbegleiter waren aber alle SEHR nett und äußerst besorgt (aber ich war doch eher etwas panisch – das habe ich aber natürlich nicht gezeigt: die Aussicht, bei einer allergischen Reaktion auf Erdnüsse einfach im Flugzeug gefangen zu sein, hat mich nicht unbedingt beruhigt, auch, wenn ich natürlich IMMER einen Adrenalin-Pen und Cortison und diverse andere Dinge dabei habe). Nun ja, nach einer Weile kam die Stewardess dann nochmals und meinte, sie hätte jetzt DOCH noch ein nussfreies Essen, es sei nur irgendwie nicht mit meinem Namen verknüpft worden (außer mir waren wohl noch zwei weitere nussfrei-Esser an Bord). Puh! Alles gut! Naja, fast – ich verstehe ja einfach überhaupt nicht, warum die meisten Airlines, die ich kenne, Erdnüsse als Snack zu Beginn jeder Reise servieren (früher hat Singapore Airlines darauf verzichtet, wenn Erdnuss-Allergiker an Bord waren….!). Da ich das aber weiß, gehe ich halt auf jede Flugreise hoch“gedopt“ mit diversen Antiallergica und „freue“ mich riesig, wenn alle um mich herum ihren Snack bekommen (und ich natürlich keinen!). Trotz der Enge habe ich ein wenig dösen können und war gar nicht soooo sehr erschöpft, als ich in Singapur ankam. Dort wollte ich schauen, ob ich möglicherweise eine Kamera günstiger als in Deutschland kaufen kann, wurde aber nicht fündig. Dafür habe ich Reisebegleitung „gefunden“ – naja, die beiden Damen haben eher mich gefunden… - eine Dame – vielleicht Ende 40 (?) war auf dem Weg zu ihrer Tochter nach Wellington (Neuseeland) und eine andere Dame (bestimmt 80 ???) auf dem Weg zu ihrem Bruder nach Brisbane (Australien). Die ältere Dame sprach leider kein Englisch, hatte aber Hilfe beim Umsteigen angefordert (und die sprachen alle nur Englisch), die jüngere Dame sprach leidlich Englisch, aber auch nicht genug, um „größere“ Probleme zu lösen. Das erste „größere“ Problem war die moderne Technik: die kostenfreien Internetterminals am Flughafen Singapur… - na, da konnte ich helfen – und wurde gleich von beiden „adoptiert“…. – wir waren nämlich alle auf denselben Flug nach Brisbane gebucht. Die jüngere Dame war ganz aufgeregt, weil ihr jemand am Flughafen Frankfurt erzählt hatte, dass sie ihr Gepäck in Brisbane abholen müsse, durch den Zoll, und dann gleich wieder aufgeben (weiteres größeres Problem). Das erschien mir völlig absurd, denn das muss man ja nur machen, wenn man dann auch im gleichen Land (also Australien) bleibt – mein Gepäck war ja schließlich auch bis Port Moresby (PNG) durchgebucht. Als ich ihren Gepäck-Aufkleber checkte, stand da eindeutig Wellington drauf. Sie wollte sich aber nicht von ihrer ursprünglichen Information abbringen lassen, so dass wir dann nochmals die Information am Flughafen Singapur aufsuchten. Leider saßen dort auch (für diese Fragen) nicht allzu kompetente Leute und sagten nur, sie glaubten, dass man das ganze Gepäck in Brisbane abholen und dann wieder aufgeben müsste…. – UND: sie meinten, das müsse ich auch machen… - mein Einwand, dass ich das drei Monate vorher problemlos NICHT gemacht habe, hinterließ keinen Eindruck. Wie auch immer, die jüngere Dame ließ sich nicht davon abbringen und wollte das dann in Brisbane unbedingt machen (sie hatte nur 1,5 Stunden zum Umsteigen) – und ich erklärte mich deshalb bereit, mich in Brisbane um die ältere Dame zu kümmern, damit sie ihre Immigration-Card und die Zollerklärung etc. ausgefüllt bekommt und damit jemand denjenigen, die sie dort (als Flughafenbegleitung) zugeteilt bekam, erklärt, dass sie kein Englisch spricht etc.
(kurzer Vorgriff: selbstverständlich musste ich mein Gepäck in Brisbane NICHT abholen – und mir wurde bestätigt, dass das für Wellington auch gilt – ich habe die Dame aber dort nicht mehr gesehen, sonst hätte ich sie nochmal gefragt. Meine einzige Erklärung, warum ihr das jemand in Frankfurt gesagt hat, ist, dass diese Person wohl keine Ahnung hatte, wo Wellington liegt und vermutlich davon ausgegangen ist, dass Wellington ebenfalls in Australien liegt… ).
Nun ja, der Flug Singapur-Brisbane war ansich ganz okay (auch dieser war VOLL!), außer, dass ich zum ersten Mal bei Singapore Airlines wirklich NICHT freundliche Stewardessen hatte. Das „nutfree-meal“ war diesmal problemlos meinem Namen zugeteilt, führte aber wieder dazu, dass alle anderen als –zweiten – Nachtisch noch ein Eis bekamen, ich jedoch nicht (das Eis war erdnussfrei – doch auch auf Nachfrage bekam ich das nicht, da das anscheinend nur für die „normalen“ Esser war). Auch beim Frühstück, das es dann kurz vor der Landung noch gab, habe ich bemerkt, dass man als Allergiker benachteiligt wird: ich bekam nur ein kleines Brötchen (mit Butter und Marmelade) und ein bisschen Obst; das bekamen die „normalen“ Esser auch, zusätzlich jedoch noch einen Muffin – mit Mandeln ;-).
Nun ja, ich will eigentlich gar nicht jammern, denn ich bin sehr froh, dass es diese Option überhaupt gibt, und das nussfreie Essen bei Singapore Airlines war auch wirklich jedes Mal sehr lecker, aber aufgefallen ist es mir diesmal doch (vermutlich weil mich die Stewardessen echt ein bisschen doof behandelt haben…). (- ;-) immerhin habe ich nicht ein „fruit only-meal“ bekommen, wie damals mit Lufthansa auf dem Flug nach Argentinien… - das war sicher auch erdnussfrei, aber 13 Stunden lang nur ein paar Scheibchen Obst war recht wenig und ich sehr hungrig ;-) ).
In Brisbane habe ich dann die ältere Dame in Obhut genommen und ihrer Flughafenbegleitung erklärt, dass die Dame die ganzen Zettel schon ausgefüllt hat – dann sollte sie das jedoch alles nochmals machen – auf deutschen Zetteln – die gab es dann nicht – dann sollte sie einen englischen Zettel mit einer deutschen Vorlage nehmen (die sie noch nicht hatte) und alles auf Deutsch lesen, dann aber auf dem englischen Zettel ausfüllen … - die gute Dame war leicht verwirrt (verständlicherweise) – bis dann ein (männlicher!) Mitarbeiter kam und meinte, wer denn das veranlasst hätte, das sei doch unsinnig, selbstverständlich könne sie den bereits ausgefüllten Zettel nehmen – und sie solle einfach ihm folgen, er würde sich darum kümmern! Na also, warum nicht gleich so! – und dann ging alles, die Dame kam gut durch Immigration und Zoll! – Und ich kam gut in mein Flugzeug nach Port Moresby – naja, als ich dort hineinkam, saß auf meinem Platz (Fenster, darum bitte ich immer!) ein Kind und daneben eine SEHR übergewichtige Dame und daneben noch ein Kind… - ob es okay wäre, wenn ich mich auf einen anderen Platz setzen würde (am Gang) – erst habe ich geschaut, ob ich noch einen Fensterplatz ergattere – gab es aber nicht, da auch dieser Flug VOLL war – und dann habe ich gesagt, nein, ich würde gerne auf meinem Platz sitzen, denn ich habe extra einen Fensterplatz bestellt. Also rutschte das Kind (die Dame blieb sitzen) und ich musste mich an ihr vorbeidrücken. Als ich dann auf meinem Platz saß, bemerkte ich, dass sie leider nicht nur ihren Sitz gänzlich ausfüllte, sondern meinen auch noch zu einem Drittel… - gut, dass dieser Flug nur 3 Stunden dauerte! Die Dame war dann aber ganz nett und mein (kleines) schlechtes Gewissen, dass ich auf meinem Platz bestanden hatte, verflog dann ganz schnell, als ich realisierte, dass das alles eine große Gruppe war – da hätte durchaus jemand anders auf seinen Fensterplatz verzichten können zugunsten des Kindes.

In POM angekommen ging alles gut, ich wurde zwar kurz von A nach B nach C geschickt, weil ich angegeben hatte, dass ich Lebensmittel einführe (SCHOKOLADE und Gewürze), schließlich hatte C dann aber doch keine Lust, mein ganzes Gepäck auszuräumen und ließ mich passieren! ;-)
Br. Jim hat mich abgeholt und wir haben noch schnell bei South West Air vorbeigeschaut, die hatten sich nämlich bereiterklärt, eine Tasche von mir „irgendwann“ einmal von POM nach Mendi zu transportieren (kurz bevor ich geflogen bin, habe ich nämlich noch einige Kilo Kinderkleider für das kleine Waisenhaus hier geschenkt bekommen – und das war auf dem internationalen Flügen kein Problem, da sind 30 kg das Limit, auf den nationalen Flügen sind es aber halt nur 16 kg – und es hätte sich halt nicht wirklich rentiert, viel Geld für den Transport dieser Kleider auszugeben, da hätte ich sie hier auch kaufen können). In POM war es schön warm (Küste) – so ca. 32-35 Grad ;-) – nachts bei knapp 30 Grad dachte ich mir, dass ich mich daran gewöhnen könnte (in Mendi ist’s halt doch deutlich kälter nachts…!).
Am nächsten Tag sollte mein Flug um 11:15 Uhr nach Mt. Hagen gehen (die Flüge nach Mendi waren bis übernächste Woche ausgebucht – was bei 3 Flügen in der Woche a ca. 26 Plätzen auch nicht übermäßig verwundert), ich war knapp 2 Stunden vorher da um einzuchecken, aber da war noch kein Schalter offen. Ich wunderte mich und war etwas besorgt, da für die Flüge, die SPÄTER gingen, bereits Schalter geöffnet waren. Um 9:50 Uhr wurde dann ein Schalter für Mt. Hagen geöffnet – groß stand daran die Flugnummer (es gibt nämlich 4 Flüge pro Tag nach Mt. Hagen mit Air Niugini, einer davon war bereits geflogen). Ich stellte mich also in die RICHTIGE Reihe und wartete – und wartete – und wartete. Dann realisierte ich, dass in der Nachbarreihe immer mal wieder Leute vorne an unseren Schalter abbogen (und die waren dann alle schneller als ich). Nach einer Weile realisierte ich, dass die Leute in der RICHTIGEN Schlange eigentlich die FALSCHE Schlange waren, denn die meisten wollten für einen der späteren Flüge einchecken… - also habe ich mich in die falsche Schlange eingereiht und mich nach vorne durchgebettelt (da auch hier Leute erst für einen späteren Flug einchecken wollten). Vorne ging dann GAR NICHTS. Es wurde 10:15 Uhr, es wurde 10:30 Uhr, ich stand vorne, mit mir ca. 30 Leute – und es ging NICHTS. Ich fragte, ob wir bei einem anderen Schalter einchecken können : NEIN, ich fragte, ob wir bei der Business-Class einchecken können – NEIN! (soviel zum Thema „Ausländer-Bonus“ ;-)  ) – ich fragte, ob der Flug vielleicht Verspätung hätte, bzw. auf uns warten würde – NEIN. Nun ja, nach einer Weile war ich doch leicht ungehalten (und merkte, dass ich wohl noch nicht ganz wieder in PNG angekommen war) und habe wohl auch etwas verzweifelt gewirkt, weil sich beim zweiten Mal dann doch eine sehr nette Dame meiner erbarmt hat und mich an einem anderen Schalter eingecheckt hat (vielleicht doch Ausländerbonus). Ich glaube, ich habe jetzt eine neue „Wantok“ ;-). Wie auch immer, um 10:50 Uhr war ich dann eingecheckt, bin durch die Sicherheit gehetzt – und dann passierte NICHTS… - der Flug hatte natürlich Verspätung und zwar gewaltig… - um 12:15 Uhr (also eine Stunde nach geplantem Abflug) war dann auch die Dame, die hinter mir in der Reihe am Schalter stand, am Gate und es wurde uns mitgeteilt, dass das Flugzeug jetzt dann käme. Das Flugzeug kam dann auch, wir warteten dann nochmals eine halbe Stunde und so gegen 13:15 hatten wir alle geboarded. Allerdings passierte dann wieder NICHTS… - wir standen auf dem Flugfeld und warteten – in der Zwischenzeit haben mir sowohl Br. Jim, als auch Bill, der mich in Mt. Hagen abholen wollte, geschrieben, ich solle halt melden, falls der Flug doch noch gecancelled wird (…das hat mich natürlich wahnsinnig beruhigt…;-)  )- und warteten … und dann geschah es: wir sind tatsächlich noch geflogen – mit nur 2,5 Stunden Verspätung! 50 Minuten später waren wir in Mt. Hagen – und dann begannen die spaßigen 3,5 Stunden über schlechte Straßen zurück nach Mendi.
ABER: ich bin gut hier angekommen und freue mich darüber auch sehr – und auch viele Leute hier haben sich sehr gefreut!
(der Jetlag hält sich übrigens in Grenzen)
Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen so bringen: diese Woche wird sicherlich einiges los sein, am Samstag ist die Priesterweihe von Diakon Elias (mit dem ich letztes Mal zusammen mit dem Bischof auf Tour war) – am Freitag ist Singsing und Mumu und bereits ab Mittwoch gibt es Programm.

I’ll keep you updated (und dachte eigentlich, dass ich diesmal einen ganz kurzen Post schreibe, weil ich ja eigentlich nicht viel zu erzählen habe… nur Flug ;-)  )!
Viele Grüße und herzlichen Dank für die lieben Grüße, die mich noch erreicht haben, und die Gebete, die mich sicher hergebracht haben!

Montag, 12. Januar 2015

Neues Jahr - neues Glück ;-)

Weiter geht's!!!
Am Mittwoch geht es wieder los - zurück nach PNG! Im Gepäck habe ich Erinnerungen an nette Momente hier und auch konkrete Hilfe für "meine" Projekte in Mendi, v.a. für das Waisenhaus. Danke allen, die mich mit Sach- oder Geldspenden unterstützen!

Ich freue mich wirklich sehr, dass ich die Chance habe, wieder zurück nach PNG zu gehen - und ich freue mich, dass sich wieder alles so großartig gefügt hat!

In den letzten Wochen "daheim" in Deutschland war's auch sehr nett:

Zuallererst (deswegen bin ich ja heimgeflogen) war da die Taufe meiner Nichte! - Ich bin jetzt Patentante! 
Ich bin jetzt Patentante!
Ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt, einmal auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen - in Ulm:
Das Ulmer Münster - eine der schönsten Kirchen, die ich kenne

...und falls man nicht weiß, in welcher Richtung das Münster ist...
(kein Fake, der Wegweiser stand da wirklich!)


Dann war Weihnachten ....
Weihnachten - Der Heiland ist geboren

Das schönste Geschenk liegt unter dem Christbaum :-)
Und DANN hat es (da bin ich überzeugt!) NUR FÜR MICH geschneit!!!! - Ich hatte die Gelegenheit einen Tag skifahren zu gehen - und dann mit Patenkind 1 und ihrem Bruder nochmals einen Tag lang den Schnee zu genießen
Kniehoher Tiefschnee!

Ich bin sicher, es hat nur für mich geschneit!

...auch die Kleinen haben ihren Spaß...

Das Jahr 2015 begann witzig und ich konnte die letzten Schneereste noch mit Sonnenschein genießen.
leider habe ich nicht den Durchblick :-)  



Scheeeeee

...wenn auch mit nur noch wenig Schneeeeee...
So, und damit geht's wieder los!
Euch allen das Allerbeste für das Jahr 2015 - bleibt offen für das Neue, das auf Euch zukommt!
Ich jedenfalls freue mich darauf!